Region Kalabrien

Blick über den Yachthafen von Tropea in Kalabrien auf das Mittelmeer© SueSchi / PIXELIO

Die Region Kalabrien bildet die Stiefelspitze der italienischen Halbinsel. Sie ist nicht nur die südlichste, sondern auch eine der am dünnsten besiedelten Regionen von Italien in der der Tourismus in den letzten Jahren jedoch stetig zugenommen hat. Die fast völlig von Gebirgen bedeckte Region Kalabrien ist an drei von vier Seiten vom Wasser umgeben. Während nach Norden die Region Basilicata angrenzt, liegt im Westen das Tyrrhenische Meer und im Osten das Ionische Meer. Von der südlich liegenden Insel Sizilien ist Kalabrien nur durch die drei Kilometer breite Meeresenge von Messina getrennt und per Schiff und Fähre verbunden.

Eines der wichtigen Tourismusziele von Kalbrien ist die Hauptstadt Catanzaro in Catanzaro in Herzen der Region. Die knapp 100.000 Einwohner zählende Hauptstadt ist Sitz des Erzbischofs und liegt an der schmalsten Stelle von Kalabrien, dem Istmus von Marcellinara. Die Hauptstadt liegt nur knapp 20 Kilometer vom Tyrrhenischen und Ionischen Meer entfernt und ermöglicht so Ausflüge an beide Küstenseiten. Aber auch Ricardi mit dem Kap Vaticano und einer Aussicht über die "Straße von Messina", der mittelalterlicher Ort Tropea und Caria an der Westküste sind beliebte touristische Ziele.

Die erste Besiedelung Kalabriens datiert bereits zurück bis in die Steinzeit. Bis 500 vor Christus war Kalabrien griechische Provinz, ehe es von den Kathagern in Besitz genommen wurde. Nach der Niederlage der Karthager in den Punischen Kriegen wurde Kalabrien zur römischen Provinz Calabria. Im Mittelalter wurde Kalabrien von den Normannen beherrscht. Die Region litt aber immer wieder auch unter den Überfällen von Piraten und von zeitweisen Besetzungen durch die Araber. Schicksalhaft war das schwere Erdbeben vom 20. Februar 1783, dem mehr als 30.000 Menschen zum Opfer gefallen sein sollen.

Kalabrien kann somit auf eine lange und teilweise auch anstrengende Geschichte zurückblicken, von der noch heute zahlreiche Bauten und historische Orte zeugen. Die beiden Ausgrabungsstätten von Lokroi und Sybaris bieten Einblicke in historische Bauwerke und das Musuem "Museo Nazionale della Magna Grecia" in Calabria stellt hinterbliebene Fragmenten alter Baukunst aus. Alte Kirchen wie die Oratorien Rossano un San Marco in Rossano, die Cattolica in Stilo und die Chiesa San Giovanello in Gerace eröffnen die alte religiöse Welt Kalabriens während die Befestigungsanlagen Kastelle in Vibo Valentia, Crotone und Nicotera auf die verschiedenen geschichtlichen Ereignisse schliessen lassen.

Das von Buchen- und Pinienwäldern geprägte Kalabrien zählte zu den ärmsten Regionen der europäischen Gemeinschaft doch erlebt vor allem durch den Flughafen Lamezia Terme einen Aufschwung. Die Region lebt weitgehend vom zunehmenden Tourismus, der Landwirtschaft und der traditionellen kalabrischen Kunsthandwerken zu denen Holzschnitzerei, Korbflechterei und auch Keramikwaren zählen. Aufgrund der bevorzugten Lage gedeihen in Kalabrien Zitrusfrüchte besonders gut, aber auch zahlreiche Obst- und Gemüsearten. Fruchtbare Böden und intensive Sonneneinstrahlung sind auch die Garantie für erfolgreiche Weine. Rot- und Weißweine aus Kalabrien zählen zu den Exportschlagern der italienischen Landwirtschaft. Und natürlich darf bei einer Region am Wasser der Fischfang als Wirtschaftsfaktor nicht fehlen. Darüber hinaus werden Schwefel und Salz industriell abgebaut und verarbeitet. Mit 780 Kilometern befindet sich fast jeder fünfte Küstenkilometer der italienischen Halbinsel in Kalabrien.

Die Region ist beliebtes Ziel für Pauschalreisende, die hier die besten Voraussetzungen für einen Badeurlaub mit Sonnengarantie finden sowie für Urlauber die auf den Spuren der in den Wäldern lebenden Tiere sind. Fast alle Arten des Wassersports werden angeboten. Aber auch das Hinterland lockt mit Freizeitvergnügen. So besteht im Nationalpark Pollino im nördlichen Kalabrien die Möglichkeit zu Kajak- und Raftingtouren auf dem Fluss Lao sowie ein Besuch der im Süden liegenden Regionalparks Sila und Aspromonte.

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