Region Piemont

Das Piemont ist die Region im Nordwesten Italiens, zu der eigentlich auch das Aostatal zählt. Sie umfasst eine Fläche von mehr als 25000 Quadratkilometern und wird von mehr als vier Millionen Menschen bewohnt. Das Piemont grenzt im Norden an das Schweizer Kanton Wallis und im Westen an die französischen Regionen Rhone-Alpes und Provence-Alpes-Cote d’Azur. Im Osten schließt sich die Lombardei an das Piemont an und im Süden und Südosten Ligurien und die Emilia-Romagna. Räumlich ist das Piemont dreigegliedert: im Norden die Alpentäler mit dem Mont Blanc, der Monte Rosa und dem Gan Paradiso im Aostatal, die industriell genutzte Poebene mit den großen Städten und die landwirtschaftliche Nutzzone im südöstlichen Hügelland. Das Piemont ist nicht nur bekannt für seine hervorragenden Weine wie zum Beispiel den Barolo, auch ein Drittel der europäischen Reisproduktion stammt von hier. Hauptstadt der Region ist die norditalienische Automobilmetropole Turin. Weitere größere Städte des Piemont sind Alessandria, Asti, Novara und Cuneo.

Das Piemont ist nach der Lombardei die reichste Gegend Italiens. Das liegt nicht zuletzt an den zahlreichen international bedeutenden Großunternehmen, die ihren Sitz in und um die Hauptstadt Turin haben. Die Automobilfabriken von Fiat und Lancia finden sich hier ebenso wie die Werke Nahrungsmittelherstellers Ferrero oder des Elektronikkonzerns Olivetti. Ebenfalls sehr ausgeprägt ist der Dienstleistungssektor. Ein wichtiges Standbein der Region sind die Erzeugnisse aus der Landwirtschaft. Neben Wein und Reis gedeihen hier auch Obst und Gemüse in breiter Vielfalt. Der Tourismus dagegen ist im Piemont eher von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung. Lediglich im Norden am Lago Maggiore und in den Langhe gibt es nennenswerte touristische Aktivitäten. Einer der bekanntesten italienischen Wintersportorte befindet sich im Piemont. An der französischen Grenze liegt Sestriere auf über 2000 Metern Höhe. Hier fanden schon zahlreiche Weltmeisterschaften und im Jahr 2006 die alpinen Wettbewerbe der Olympischen Winterspiele statt.

Nachhaltiges Zentrum, sowohl in wirtschaftlicher als auch in kultureller Hinsicht, ist die Hauptstadt Turin mit ihren 900.000 Einwohnern. Mehr als die Hälfte der Einwohner des Piemont, 2,2 Millionen Menschen, leben in der Metropolregion Turin. Gleich drei Flüsse münden hier in den Po. Turin ist ein bedeutendes Industriezentrum und entwickelt sich immer mehr auch zu einer Messe- und Kongressstadt. Die Schlösser und Residenzen der Herzöge von Savoyen in Turin wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Wahrzeichen von Turin ist die Mole Antoneliana, in der sich heute das nationale Filmmuseum befindet. Die Kathedrale Duomo di San Giovanni beherbergt das Turiner Grabtuch, das das Abbild Jesu zeigen soll, und von Pilgern sehr verehrt wird.

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